Whitepaper der buildingSMART-Fachgruppe Offenes CDE-Ökosystem

Whitepaper der buildingSMART-Fachgruppe Offenes CDE-Ökosystem

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Die Fachgruppe „Offenes CDE-Ökosystem“ verfolgt das Ziel, ein gemeinsames Verständnis für solche offenen CDE-Ökosysteme zu schaffen. Ziel der Fachgruppe ist insbesondere die Erarbeitung von Handlungsanweisungen für Auftraggeber, Planer, Bauunternehmen, Betreiber sowie Softwareanbieter, um eine Orientierung zu bieten und aufzuzeigen, wie interoperable CDE-Strukturen in der Praxis heute und zukünftig aufgebaut und genutzt werden können.

Autor: buildingSMART-Fachgruppe Offenes CDE-Ökosystem
1. Auflage Mai 2026
A4, broschiert, 18 Seiten

Lieferzeit: 2-3 Tage

Beschreibung

Whitepaper der buildingSMART-Fachgruppe Offenes CDE-Ökosystem

Die digitale Transformation der Bau- und Immobilienbranche stellt hohe Anforderungen an das Informationsmanagement über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken und Infrastrukturen. Eine zentrale Rolle spielen dabei Common Data Environments (CDE). Sie bilden die Grundlage für die strukturierte Sammlung, Verwaltung, Verteilung und Vernetzung von Projektinformationen sowie für die Steuerung digitaler Arbeitsprozesse in Planung, Bau und Betrieb.

Mit der internationalen Normenreihe ISO 19650 sind CDEs als zentrale Software-Anwendungen für das Informationsmanagement in BIM-Projekten etabliert.

In der praktischen Anwendung zeigt sich, dass CDE-Lösungen häufig unterschiedlich interpretiert und umgesetzt werden. In vielen Projekten existieren oftmals mehrere Datenumgebungen parallel – etwa Bauherren-, Planer- oder fachliche CDE-Systeme – die nur eingeschränkt oder gar nicht miteinander verbunden sind. Dadurch entstehen Informationsbrüche, Medienwechsel und organisatorische Herausforderungen.

Vor diesem Hintergrund gewinnt die Idee eines offenen CDE-Ökosystems zunehmend an Bedeutung. Anstelle einer einzelnen zentralen Plattform beschreibt dieses Konzept eine vernetzte Systemlandschaft aus mehreren spezialisierten Anwendungen, die über offene Standards, Schnittstellen und abgestimmte Workflows miteinander zusammenarbeiten.

Die Fachgruppe „Offenes CDE-Ökosystem“ verfolgt das Ziel, ein gemeinsames Verständnis für solche offenen CDE-Ökosysteme zu schaffen. Ziel der Fachgruppe ist insbesondere die Erarbeitung von Handlungsanweisungen für Auftraggeber, Planer, Bauunternehmen, Betreiber sowie Softwareanbieter, um eine Orientierung zu bieten und aufzuzeigen, wie interoperable CDE-Strukturen in der Praxis heute und zukünftig aufgebaut und genutzt werden können.

Common Data Environments sind eine zentrale Grundlage für das Informations- und Prozessmanagement in der Bau- und Immobilienbranche und in der Normenreihe ISO 19650 fest verankert. Sie unterstützen die Zusammenarbeit aller Beteiligten über Planung, Bau und Betrieb hinweg. In der Praxis werden CDEs jedoch sehr unterschiedlich interpretiert und umgesetzt: Bauherren-, Auftragnehmer- und Betriebs-CDEs bestehen häufig parallel, sind nur begrenzt aufeinander abgestimmt und erschweren einen durchgängigen und verlustfreien Informationsfluss über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken und Infrastrukturen.

Mögliche Anwendungsfälle:

  • Projektübergreifende Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern, Auftragnehmern, Fach- und Asset-CDEs
  • Bedeutung von Ökosystemen für Projekt- und Unternehmensorganisationen
  • Harmonisierung von workfloworientierten CDE-Prozessen in Planung, Bau, Betrieb und Organisation
  • Integration von und Wechselwirkung zwischen modernen IT-Lösungen im CDE-Kontext (iPaaS, Low-Code, KI, Automation)
  • Sicherstellung von Datensouveränität, Sicherheit und Compliance

Ziele 

Das Vorhaben verfolgt das Ziel, ein digitales, offenes und interoperables CDE-Ökosystem zu definieren, das die branchenspezifischen Anforderungen an Informationsmanagement in Planung, Bau und Betrieb adressiert und den Einsatz moderner IT-Lösungen mit BIM verbindet. Innerhalb der vorgesehenen Laufzeit sollen folgende konkrete Ergebnisse erreicht werden:

  • Begriffsklärung und Orientierung: Einheitliches Glossar (CDE, Multi-CDE, openCDE etc.)
  • Leitfäden, Whitepapers, Handreichungen (ggf. mit Glossar als Anhang oder Glossar erst als internes Dokument für die eigene Fachgruppenarbeit)
  • Use Cases und Informationsflüsse: Sammlung und Standardisierung praxisrelevanter Workflows
  • Systemlandkarte Multi-CDE: Systemarchitektur-Modell, Rollen und Prozessharmonisierung (z. B. Entwicklung eines CDE-Ökosystem-Demonstrators)
  • Technische Interoperabilität: Definition von Konnektoren, APIs und offenen Schnittstellen => Sensibilisierung in Richtung CDE-Herstellerinnen zur Bereitstellung offener API-Dokumentationen
  • Individualisierungsmöglichkeiten von Vorgaben und Print-Listen innerhalb von CDE-Lösungen zur Erfüllung von Anforderungen unterschiedlicher Auftraggeber und Nutzerperspektiven
  • Aufklärung zu Sicherheits- und Compliance-Anforderungen: Datenschutz, IT-Sicherheit, EU Data Act usw.

Zusätzliche Information

Gewicht n. a.
Größe n. a.
Ausführung

Beides (Buch & E-Book), Buch, E-Book

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